Oktober-Notizen

Nachdem arbeitsbedingt in den letzten Tagen die Beiträge etwas spärlicher erschienen, will ich wenigstens zum Monatsende einen kurzen Blick auf andere Blogbeiträge und Meldungen werfen, die mich beschäftigt haben.

  • Damian hat auf b-logos Nikolaus Buhlmann, Mitglied des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, zitiert (mit den entsprechenden Quellen-Links):

„Von denen können wir in der Tat einiges lernen, nämlich den Mut zum Zeugnis.“

Dem kann ich nur zustimmen und versuchen Mut zu machen, die Vielfalt des christlichen Glaubens als Bereicherung der einen Kirche zu verstehen.

  • Ganz interessant finde ich auch die Gedanken von Peter auf peregrinatio: „Die große Geschmacks-Ver(w)irrung“. Allzu oft stehen dem „voneinander lernen“ nämlich weniger echte theologische Differenzen als persönliche, kulturelle, konfessionelle oder einfach traditionelle Vorlieben im Wege, die nur zu gerne theologisch aufgeladen und überhöht werden. Was ein „würdiger“ Gottesdienst/Messe ist, lässt sich eben nicht objetiv definieren. Die Auffassung, welcher Musikstil Gott besser ehrt und die Gläubigen tiefer in Anbetung führt, ist sehr subjektiv (klassische Choräle, Gregorianik, Neues Geistliches Liedgut, Lobpreislieder usw.). Dasselbe gilt für die Gestaltung des Gottesdienstraumes, die Art des Kommunionempfangs und vieles mehr. Da nehmen sich die Christen aller Konfessionen nach meiner Erfahrung nichts.
    Peter schreibt:

    „Wenn es aber darum geht, niemanden aus der Einladung Gottes auszuschließen, dann können wir uns diese Spießer-Mentalität (die nicht nur kleinbürgerlich sein kann, sondern auch in tausend anderen Geschmacksrichtungen existiert) schlicht nicht leisten, ohne unseren Auftrag und damit auch den Auftraggeber zu verraten, dem solche Reflexe völlig fern lagen und der genau deswegen auch die Autorität hatte, Leuten wie den Pharisäern und den Reichen mal kräftig die Meinung zu sagen, ohne alle Brücken zu ihnen deshalb abzubrechen.“

Für die Einheit gefährlich werden solche Geschmacksfragen vor allem dann, wenn die unterschiedlichen Auffassungen und Vorlieben mit theologisch schwerem Geschütz verteidigt werden. Dann werden Mauern aufgebaut, hinter die man sich mit dem wohligen Gefühl der Rechtgläubigkeit zurückziehen kann. Sich auf andere Christen mit ihren Vorlieben und Traditionen einzulassen und ggf. davon zu lernen, kann man dann ohne schlechtes Gewissen vermeiden.

  • Wolfgang Bühne hat in einem Aritkel der Zeitschrift „fest und treu“: „Klartext mit dem ‚lieben Bruder in Rom‘?“ die ökumenische Perspektive des Papstbesuches unter die Lupe genommen und ist besonders auf das bereits erwähnte Buch „Lieber Bruder in Rom“ eingegangen.  Dass sein Urteil negativ ausgefallen ist, wird nicht wirklich verwundern.
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